Fieber 38 °C: Ursachen, Behandlung und mehr

Fieber 38 °C: Ursachen, Behandlung und mehr

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Wahrscheinlich haben Sie schon einmal Fieber gehabt. Aber wissen Sie, was Fieber genau ist? Wissen Sie, wie und wann man es – vor allem bei Kindern – behandeln muss? Lesen Sie weiter und erfahren Sie, wie Sie richtig auf Fieber reagieren.

Die American Academy of Pediatrics definiert Fieber als eine Erhöhung der Körpertemperatur auf über 38 °C. Obwohl Fieber eines der häufigsten klinischen Symptome der Kindheit ist, ist es keine Grunderkrankung, sondern ein physiologischer Mechanismus, mit dem unser Körper Infektionen bekämpft. Fieber kann die Ausbreitung und Vermehrung von Bakterien und Viren verlangsamen und die körpereigenen Abwehrkräfte des Körpers stärken.

Meistens dauert ein Fieber nicht lange und ist vollkommen harmlos. Außerdem steht die Höhe des Fiebers nicht unbedingt in Zusammenhang mit dem Schweregrad der Krankheit.

Gründe für Fieber

Die Hauptauslöser von Fieber sind Infektionen unterschiedlicher Art.

Babys und Kleinkinder haben meist infolge von viralen Infektionen Fieber. Aber es kann auch durch eine bakterielle Infektion ausgelöst werden.

Allgemein gilt: Je höher das Fieber des Patienten, desto größer die Wahrscheinlichkeit einer Infektion.

Warum frieren Menschen mit Fieber oft?

Die normale Körpertemperatur wird quasi von Ihrem internen Thermostat auf etwa 36,8 °C eingestellt. Wenn Sie Fieber haben, erhöht Ihr Körper die Temperatur Ihres internen Thermostats auf über 38 °C.

Dieser Temperaturanstieg dient dem Körper als Abwehrmechanismus, um Viren und Bakterien zu bekämpfen.

Ihre Körpertemperatur liegt nun unterhalb der Einstellung Ihres internen Thermostats – deshalb ist Ihnen kalt.

Ihr Körper wird dann von Schüttelfrost ergriffen, um seine Temperatur an die des internen Thermostats anzupassen.

Schüttelfrost entsteht durch Muskelkontraktionen, für die Energie aufgewendet und Wärme erzeugt wird, was wiederum die Körpertemperatur erhöht.

Die verlässlichsten Körperstellen für eine Temperaturmessung

Orale und andere Messorte wie die Achselhöhlen sind praktischer, um die Temperatur bei Kindern zu messen. Jedoch kann es an diesen Körperstellen häufiger zu Abweichungen kommen und sie gelten als weniger verlässlich als rektale Messungen.

Die Temperaturwerte, die man bei Messungen hinter dem Ohr oder an der Schläfe erhält, sollen der Körperkerntemperatur noch näher kommen.

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Ab wann sollte man ärztlichen Rat hinzuziehen?

Da Fieber nur ein Symptom darstellt, reicht es nicht aus, die Reaktion auf das Fieber zu bewerten. Alter, Fiebergrad, Schweregrad weiterer Symptome, Fieberdauer und das Ansprechen auf Medikamente sind weitere wichtige Faktoren, die Sie beachten müssen, um abzuwägen, ob Sie eine Arztpraxis aufsuchen sollten. Da sich Fieber je nach Alter anders auswirkt, nennen wir Ihnen hier weitere Details:

Alter

  • 0 bis 3 Monate:
    • Eine Körpertemperatur von oder über 38 °C ist, unabhängig von anderen Symptomen, ein Notfall.
  • 3 bis 36 Monate:
    • Leichtes Fieber: Eine Temperatur von 38 °C bis 38,8 °C ist kein Notfall und muss, falls der Körper gut darauf reagiert, nicht behandelt werden.
    • Hohes Fieber: Eine Temperatur von 38,9 °C oder darüber gilt als Notfall, weil sie zu Dehydrierung führen und Anzeichen einer Infektion sein kann. In diesem Fall sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
  • Über 36 Monate:
    • Leichtes Fieber: Eine Temperatur von 38 °C bis 39,3 °C ist kein Notfall und muss, falls der Körper gut darauf reagiert, nicht behandelt werden.
    • Hohes Fieber: Eine Temperatur von 39,4 °C oder darüber gilt als Notfall, weil sie zu Dehydrierung führen und Anzeichen einer Infektion sein kann. In diesem Fall sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Fieberdauer

Wenn das Kind unter zwei Jahre alt ist und das Fieber länger als zwei Tage andauert, sollten Sie sich an einen Arzt wenden.

Wenn das Kind über zwei Jahre alt ist und das Fieber länger als drei Tage andauert, sollten Sie sich an einen Arzt wenden.

Schwerwiegende Symptome

Selbst bei normaler Körpertemperatur sollten Sie einen Arzt aufsuchen, wenn Ihr Kind folgende Symptome hat:

  • Verweigerung von Essen und Trinken oder Schwierigkeiten beim Aufwachen
  • Schwerwiegende Kopfschmerzen oder Genickstarre
  • Anzeichen von Dehydrierung (trockene Schleimhäute, weniger Urin, …)
  • Magenschmerzen oder Durchfallerkrankung
  • Atembeschwerden

Reaktion auf Medikamente

Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn das Fieber trotz der Einnahme von Medikamenten weiter andauert.

Fieberbehandlung

Bei der Behandlung einer Fiebererkrankung sollte zuerst das allgemeine Wohlbefinden des Patienten gewährleistet werden, bevor eine normale Körpertemperatur angestrebt wird.

Kinderärzte empfehlen, Kindern mit einer Körpertemperatur von über 38,3 °C fiebersenkende Medikamente zu verabreichen, damit es dem Kind besser geht.

Medikamentöse Behandlung: Paracetamol oder Ibuprofen => Senken die Temperatur bei 80 % aller Kinder innerhalb von 30 bis 60 Minuten.

Nicht-medikamentöse Behandlung: Trinken Sie so viel Wasser oder kalte Getränke wie möglich, atmen Sie viel frische Luft, decken Sie sich nicht übermäßig mit Kleidung oder Decken zu und heizen Sie das Zimmer nicht zu stark.

Zu den möglichen Vorteilen von fiebersenkenden Mitteln gehören die Linderung von Beschwerden und das Einschränken des Flüssigkeitsverlusts, was wiederum dem Risiko der Dehydrierung entgegenwirkt.

Jetzt wissen Sie Bescheid und sind bestens vorbereitet, wenn das Fieber das nächste Mal zuschlägt.

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